Am Sonntag, 16. Dezember, laden wir Sie zur Vernissage von Andrea Celestino ein. Kommen Sie bei uns zwischen 15 und 20 Uhr vorbei und lernen Sie den Künstler persönlich kennen.

 

Wer ist Andrea Celestino? Geboren wurde er 1966 in Palermo, wo er auch heute noch lebt. Er besuchte die ‚Accademia di Belle Arti‘ in Palermo und arbeitete im Anschluss für das Teatro Massimo als Bühnenbildner. Zahlreiche Einzel- wie Gruppenausstellungen in Italien realisierte er. Im Rahmen eines beruflichen Reintegrationsprojektes leitete er eine Kunstwerkstatt mit psychisch beeinträchtigten Menschen. In den Jahren 2003 bis 2008 weilte der Künstler in Bern und stellte seine Bilder in Bern, Zürich, Schaffhausen und Cudrefin aus. 2014 waren seine Werke in Basel zu sehen. Nun zeigt er uns seine neusten Bilder vom 16. Dezember 2018 bis April 2019 in der Galerie LifeStyle in Lenzburg.

 

Der Künstler Toni Costagliola über die Arbeiten von Andrea Celestino, Nov. 2018

 

„Vorweg möchte ich festlegen, dass die folgenden Zeilen keine kritische Darstellung der Arbeit von Andrea Celestino sein wollen. Ich werde jedoch darüber schreiben, was passiert oder passieren könnte, während man seine Werke betrachtet.

SCHAUEN

Ich beginne mit der Verknüpfung zu dem Raum, in dem der Maler arbeitet. Darin zu verweilen, ist wie in einem seiner Bilder zu stehen, die Anforderungen, welche zum Malen führen, zu verfolgen und zu fühlen.

Zersetzer, Remixer von Teilen seiner Malerei und anderem, Neuzusammensteller.

Das Malen lässt sich ansehen, mit Sorgfalt, kann man es hören, es ist immer präsent, sichtbar und unsichtbar und impliziert, dass der Schauende sich an unzugängliche Pfade anpassen muss.

Wenn wir über die Formen und Figuren hinausblicken, nehmen wir gewisse Dringlichkeiten wahr. Manchmal löst das Malen diese Dringlichkeiten auf, andere male provoziert es dieselben, manchmal erzählt es von ihnen.

Alle Teile sind anscheinend oder wirklich zersetzt, auf der Suche nach einer Lösung, um mit dem Pigment erzählt zu werden.

Sie berufen aufeinander, hinterfragen sich selbst, der Maler orchestriert die Geschichte, die Zeichen, die Oberflächen und lässt sie aus den Schatten und der Materie hervortreten.

Die Figuren lassen sich beobachten, leuchtend, immateriell, projiziert, entstehen aus zeitlich unbestimmten Geschichten, erscheinen wie filmische Erzählungen aus anderen Dimensionen … aber sie bestehen aus Farbe.“